{"id":424,"date":"2015-03-26T10:00:09","date_gmt":"2015-03-26T09:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zukunft-lankwitz.de\/?p=424"},"modified":"2015-03-19T09:52:12","modified_gmt":"2015-03-19T08:52:12","slug":"hier-gibt-es-nichts-zu-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zukunft-lankwitz.de\/?p=424","title":{"rendered":"Hier gibt es nichts zu holen &#8211; Berliner Woche"},"content":{"rendered":"<p>Berliner Woche &#8211; 11. M\u00e4rz KW 11<br \/>\nmag<\/p>\n<p>Gesundes Misstrauen sch\u00fctzt Senioren vor Betrug<\/p>\n<p>Mal geht es um eine g\u00fcnstige Teppichreinigung, ein anderes Mal um eine billige Reise: Senioren werden am Telefon oft vermeintliche Schn\u00e4ppchen aufgedr\u00e4ngt. \u201eSie werden deutlich h\u00e4ufiger betrogen als beraubt\u201c, sagt Monika Wei\u00df, Ansprechpartnerin f\u00fcr das Thema Seniorensicherheit beim Landeskriminalamt (LKA) in Berlin.<\/p>\n<p>Das beste Mittel gegen Betrug: Misstrauen. Die Tricks sind im Prinzip immer die gleichen, es gibt aber stets neue Varianten. Wei\u00df teilt die Tricks in drei Kategorien auf: Die T\u00e4ter suchen angeblich Hilfe, sie geben eine falsche Identit\u00e4t an oder sie t\u00e4uschen eine Bekanntschaft vor. Bei der letzten Variante ist vor allem der Enkeltrick bekannt. Die T\u00e4ter suchten im Telefonbuch nach Menschen mit Vornamen, die nach einer \u00e4lteren Person klingen, erl\u00e4utert Helmut R\u00fcster von der Opferhilfe \u201eWei\u00dfer Ring\u201c in Mainz \u2013 etwa \u201eHeinz\u201c oder \u201eEdeltraud\u201c. Dann beginnt das Gespr\u00e4ch mit einem Satz wie \u201eHier ist dein Enkel\u201c oder \u201eRate mal, wer hier ist?\u201c. Der T\u00e4ter schafft es schnell, eine scheinbare Vertrautheit herzustellen. Dann stellt er seine Forderung: Angeblich braucht er sofort dringend Geld \u2013 etwa f\u00fcr eine Autoreparatur oder eine teure \u00e4rztliche Behandlung. Er baut Druck auf, ruft mehrfach an, l\u00e4sst den Senior kaum zum Nachdenken kommen.<\/p>\n<p>Senioren sollten nie Details zu famili\u00e4ren oder finanziellen Verh\u00e4ltnissen preisgeben, r\u00e4t Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalpr\u00e4vention in Stuttgart. Der beste Schutz ist, einfach kommentarlos den H\u00f6rer aufzulegen. H\u00e4ufig nehmen die Betr\u00fc- ger auch eine falsche Identit\u00e4t an, dann treten sie etwa als Polizist, Handwerker, Bankangestellter oder Mitarbeiter der Stadtwerke auf. Grunds\u00e4tzlich gilt: Erst mal keinen in die Wohnung lassen, sondern in einer sicheren Position bleiben \u2013 etwa mit Kette vor der T\u00fcr, an der Sprechanlage oder am Fenster.<\/p>\n<p>\u201eMan sollte genau fragen, woher die Leute kommen\u201c, r\u00e4t Wei\u00df vom Berliner LKA. Die Betr\u00fcger wedeln in diesem Fall gerne mit einem Ausweis herum \u2013 den sollten sich die Senioren genau anschauen. Manche Ganoven haben sich nicht die M\u00fche einer F\u00e4lschung gemacht, sondern zum Beispiel einen Fitnesscenter-Ausweis in der Hand. Wirkt der Ausweis echt, l\u00e4sst der vorsichtige Senior den unangek\u00fcndigten Besuch trotzdem vor der Haust\u00fcr stehen, sucht sich am besten im Telefonbuch die Nummer der angegebenen Dienststelle oder Firma heraus und fragt dort nach. Sp\u00e4testens dann trollt sich der Betr\u00fcger in der Regel. \u201eDem T\u00e4ter muss klarwerden, dass da jemand aufpasst\u201c, erkl\u00e4rt R\u00fcster vom Wei\u00dfen Ring. Deutliche Signale an ihn sind S\u00e4tze wie: \u201eSie werden sicher Verst\u00e4ndnis haben, dass ich da vorsichtig bin und mich erst mal erkundige\u201c. Sinnvoll ist es, beim Nachbarn zu klingeln \u2013 die Anwesenheit eines weiteren Menschen wirkt auf den Betr\u00fcger abschreckend. Meistens lauert auch noch ein weiterer T\u00e4ter im Hintergrund. Hat sich sein Komplize Zugang zur Wohnung verschafft, dringt er ebenfalls ein und stiehlt Wertsachen. Sind Senioren hinterh\u00e4ltig betrogen worden, hat das nicht nur finanzielle, sondern auch psychische Folgen. \u201eEs ist ein Vertrauensverlust\u201c, sagt Wei\u00df. Oft droht dann au\u00dferdem \u00c4rger mit der verst\u00e4ndnislosen Verwandtschaft.<\/p>\n<div style=\"padding-bottom:10px; padding-top:5px;\" class=\"hupso-share-buttons\"><!-- Hupso Share Buttons - https:\/\/www.hupso.com\/share\/ --><a class=\"hupso_toolbar\" href=\"https:\/\/www.hupso.com\/share\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/buttons\/lang\/de\/share-medium.png\" style=\"border:0px; padding-top: 5px; float:left;\" alt=\"Share Button\"\/><\/a><script type=\"text\/javascript\">var hupso_services_t=new Array(\"Twitter\",\"Facebook\",\"Google Plus\");var hupso_background_t=\"#EAF4FF\";var hupso_border_t=\"#66CCFF\";var hupso_toolbar_size_t=\"medium\";var hupso_image_folder_url = \"\";var hupso_url_t=\"\";var hupso_title_t=\"Hier%20gibt%20es%20nichts%20zu%20holen%20-%20Berliner%20Woche\";<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"https:\/\/static.hupso.com\/share\/js\/share_toolbar.js\"><\/script><!-- Hupso Share Buttons --><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berliner Woche &#8211; 11. 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