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Einladung zum nächsten Runden Tisch im August

Die Sommerpause ist nun um und der nächste Runde Tisch steht vor der Tür. Die aktuelle Zeit in der wir leben ist besonders. Vieles ist nicht mehr wie es war, die Regeln des öffentlichen Lebens haben sich verändert. Gremien wie den Runden Tisch stellt diese Zeit auch vor besondere Lösungen. So haben wir seit April den Runden Tisch auf digitale Treffen umgestellt. Wir wollen hier in diesem Artikel ein wenig beschreiben, wie dieser digitale Runde Tisch abläuft um Ihnen vielleicht auch den Mut zu geben, beim nächsten digitalen Runden Tisch dabei zu sein.

Wir haben einen Discordserver eingerichtet. Discord ist eine Kommunikationsplattform, die für den Gamingbereich eingerichtet wurde und sie ist kostenfrei. Der Server als solches ist ein geschützter Raum, in den nur Menschen reinkommen, die einen Einladungslink haben. Wir sind so zu sagen unter uns. Ich habe überlegt das es am einfachsten zu verstehen ist, wenn ich einfach mal versuche, ein digitales Treffen des Runden Tisches zu beschreiben. Legen wir los:

Die verschiedenen Räume auf dem Server

18.15 Uhr – die ersten Besucher des Runden Tisches kommen auf den Server, in der Eingangshalle findet ein freundliches Hallo statt und alle begrüßen sich gegenseitig

18.20 Uhr – es kommen immer mehr Besucher und der Raum für den Runden Tisch des Tages füllt sich langsam auch mit Besuchern und es ist ein netter Smalltalk im Gange

18.30 Uhr – wird wie immer geschaut, ob man noch einen Moment wartet oder startet – In unserem Beispiel starten wir mal :o)

18.35 Uhr – Der Runde Tisch wird gestartet mit den ersten Punkten der Tagesordnung z.B. Begrüßung und Vorstellungsrunde

18.38 Uhr – Jeder in diesem Raum Befindliche schreibt in den Chat eine kurze Vorstellung

18.45 Uhr – Weiter in der Tagesordnung – Nachlese vom letzten Runden Tisch – Die Teilnehmer*innen die ein Thema mitgenommen haben berichten

19.00 Uhr – Schwerpunktthema – Input und Diskussion oder Gespräch über das Schwerpunktthema – Alle die einen Beitrag haben, schreiben es in den Chat – einige nehmen auch Bezug auf Beiträge anderer

19.45 Uhr – Aktuelles aus dem Kiez wird aufgerufen – Die Teilnehmer*innen schreiben ihre Anliegen, Gedanken, Ideen und und und in den Chat und wie auch beim Schwerpunktthema können alle darauf reagieren und mitreden bzw. schreiben

20.20 Uhr – Alle Punkte der Tagesordnung sind abgehandelt und das Treffen des Runden Tisches ist zu Ende.

Ein Beispiel für einen Chatverlauf. Wir haben die Namen verändert und das geschriebene zum Schutz unkenntlich gemacht. Es sollte aber zur Ansicht reichen.

Das ganze Gespräch vom Runden Tisch ist nun nachzulesen, für alle, die nicht beim Runden Tisch dabei sein konnten. Der Raum in dem das Treffen stattfand war, wird zum Schreiben geschlossen, aber das Lesen ist noch möglich.

Es ist eine ungewöhnliche Form und auch zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, aber es ist eine Form, wo wir auch in dieser besonderen Zeit im Kontakt bleiben können und uns trotzdem schützen. Lassen Sie sich ein, probieren Sie es aus und sein Sie beim nächsten Runden Tisch dabei:

26.08.2020 um 18.30 Uhr bei Discord!
Schwerpunktthema: Ideensammlung für einen Essbaren Kiez

In der Einladung finden Sie den Link zum Discordserver, sowie zum Erklärvideo.

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

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Essbare Stadt – Urbangardening – Artikel aus dem Tagesspiegel

Tagesspiegel – 23.05.2018

So schmeckt Berlin

Die Hauptstadt wird zum Ernteland – dank der wachsenden Zahl urbaner Gärtner und der Wiederentdeckung essbarer Wildpflanzen. Auch der Senat will grüne Freiflächen schützen.
MADLEN HAARBACH

Apfelbäume am Kulturforum. Zur Ausstellung „Food Revolution 5.0“ zur Zukunft der Ernährung verwandelt sich die Piazza vor dem…FOTO: KITTY KLEIST-HEINRICH

Was werden wir morgen essen? Wie wird es aussehen? Und wo sollen die Lebensmittel herkommen? Diesen Fragen stellt sich die Ausstellung „Food Revolution 5.0“, die ab diesem Wochenende im Kunstgewerbemuseum zu sehen ist. Mehr als 30 internationale Designer stellen ihre Ideen für die Ernährung der Zukunft vor. Die Visionen reichen vom 3-D-Drucker für In-vitro-Fleisch über die Insektenfarm für den Hausgebrauch bis hin zu Indoor-Gewächshäusern und Algenreaktoren. Kuratorin Claudia Banz will mit der Ausstellung Denkanstöße für die aus ihrer Sicht dringend notwendige Revolution der globalen Ernährung geben. Und sie ist überzeugt, dass dazu auch die wachsenden Städte einen wichtigen Beitrag leisten müssen. Wie das aussehen könnte, ist vor der Tür des Kunstgewerbemuseums zu erfahren: Zur Ausstellung wurde die Piazza im Kulturforum zum „Essbaren Garten“ umgestaltet – inklusive Streuobstwiese. Für Besucher ist das Ernten ausdrücklich erlaubt.

Urbanes Gärtnern und Ernten sind schwer in Mode. In Berlin zählt die Stiftung Interkultur aktuell fast 100 Gartenprojekte – von kleinen Flächen mit fünf Gärtnern bis zu großen Projekten wie den Prinzessinnengärten oder dem Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld. Der Berliner Senat will „Urban Gardening in der Stadt verwurzeln“ – so steht es in der rot-rot-grünen Koalitionsvereinbarung. Vorbild dafür könnte die rheinland-pfälzische Kleinstadt Andernach sein, die sich vor knapp einem Jahrzehnt als „essbare Stadt“ neu erfand: Grünflächen wurden mit essbaren Pflanzen wie Mandeln, Pfirsichen und Äpfeln bepflanzt, die von der Bevölkerung frei geerntet werden können.

Diesem Beispiel folgend sollen neue Flächen zum Gärtnern einen festen Platz in der Berliner Freiraumstrategie erhalten, sagt Dorothee Winden, Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Auch die Stelle eines Urban-Gardening-Beauftragten soll bald besetzt werden. Parallel werden seit drei Jahren Werkstattgespräche zum Stadtgärtnern organisiert, demnächst soll eine Charta für die Entwicklung des Berliner Stadtgrüns erarbeitet werden.

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