Sicherheit im Kiez

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Sicherheit im öffentlichen Raum! Was heißt das? Wann fühle ich mich sicher? Was trägt zu meinem Sicherheitsgefühl bei? Wer ist für die Sicherheit zuständig? – Viele Fragen fallen mir ein wenn ich über den Satz Sicherheit im öffentlichen Raum nachdenke. Im Präventionsbeirat Steglitz-Zehlendorf war dieses Thema der dritte Teil im Vortrag der Berliner Polizei.

Es sind viele Faktoren die zu einem Sicherheitsgefühl beitragen. Ein wichtiger Teil ist zum Beispiel Beleuchtung. Eine gut ausgeleuchteter Weg schafft ein Sicherheitsgefühl, wohingegen ein wenig bis garnicht beleuchteter Weg Unwohlsein bis Angst auslöst. Dies ist nur ein Beispiel. Andere Beispiele sind ungepflegte Parkanlagen, Müll in Grünanlagen und am Straßenrand, wild besprühte oder beschmierte Wände und Bänke. Man spricht von einer Verwahrlosungstendez im Kiez. Eine kaputte oder beschmierte Bank zieht weitere kaputte Bänke nach sich, oder auch ein Müllhaufen wird wachsen wenn ihn keiner wegräumt. Die Hemmschwelle sinkt, und es findet eine verdrängung statt. Zum Beispiel eine Parkanlage wo sich grosse Gruppen treffen die Alkohol und andere Dinge konsumieren und täglich mehr werden verdrängen die Familien und Senioren in dem Park spazieren zu gehen und ein Picknick zu veranstalten. Das heißt nicht das die Gruppe in irgendeiner Weise auffällig ist, und die Besucher des Parks anpöbelt und oder ähnliches. Es reicht meist die Präsents, das Besucher des Parks sich nicht mehr wohlfühlen. In diesem Moment wo die Besucher des Parks wegbleiben wird der Park für andere Gruppen die sich ungestört treffen möchten, vielleicht auch mal gerne was kaputt machen attraktiver. Es fehlt die soziale Kontrolle. Wie kann man diesem nun entgegenwirken?

20140930_092804Wie eingangs geschrieben sind die Maßnahmen einfach und nicht kompliziert. Sicherheitsgefühl steigern ist das Zaubergeheimnis. Wie kann das gehen? Wer ist dafür zuständig? Diese Frage ist sehr vielschichtig zu beantworten. Zum einen der Bezirk. Er ist dafür zuständig das die Straßen und Weglaternen leuchten, die Hecken beschnitten werden und die Grünanlagen gepflegt werden. Nur ist es so das sich das Personal wie überall nicht mehr wird, sondern eher weniger. Auch die Bürgerinnen und Bürger können eine Menge tun. Ganz einfach den Rest vom Döner oder dem Eis nicht einfach fallen lassen, sondern in einen Müllbehälter werfen. Das Straßengrün vor dem Haus pflegen, damit das Wildkraut nicht irgendwann höher ist als die Autos an der Straßenkante, Menschen die einfach ihren Müll wegwerfen freundlich ansprechen „Sie haben da was verloren!“ oder ähnlich. Wir alle können mit kleinen Dingen dafür sorgen das unser Kiez schöner wird und schön bleibt. Wir sind die Experten im Kiez, weil wir hier leben. Die Ämter und die Polizei können nicht überall und zeitgleich sein. Wir müssen wieder Verantwortung übernehmen und dürfen nicht darauf warten das sie jemand anders übernimmt. Gemeinsam für unseren Kiez! Das ist das Gebot der Stunde, wenn wir nicht möchten das es schlimmer wird.

20140930_091957 (1)Vielseitig genutzte Räume sind das Ziel für ganz Berlin. Orte zu schaffen wo alle ob Groß ob Klein sich sicher fühlen. Wir können gemeinsam dies in unserem Kiez erreichen, wenn wir wollen. Der Spielplatz der Generationen, mit dem angrenzenden Jugendspielplatz kann ein Anfang sein. Gestalten sie mit und warten sie nicht ab das es andere tun. Beim nächsten Runden Tisch Lankwitz-Südende wird es neben dem Spielplatz der Generationen auch um die Planung der Themen in 2015 gehen. Sie sind herzlich eingeladen am 17.12.2014 um 18.00 Uhr in die Käseglocke zu kommen und ihre Ideen einzubringen.

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